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In Deutschland rauchen laut der aktuellen "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)" ca. 30 % der Erwachsenen, was ungefähr 20 Millionen Menschen entspricht. Die Raucherquote macht bei Männern 33 und bei Frauen 27 Prozent aus und circa 70 bis 80 Prozent aller Raucher in Deutschland sind nikotinabhängig. Dabei ist der Anteil rauchender Menschen vor allem bei jüngeren Erwachsenen besonders hoch. 

Tabakkonsum hat jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, da der Tabakrauch rund 5.000 chemische Substanzen enthält von denen ca. 90 als potenziell krebserregend eingestuft werden. Die Hauptinhaltsstoffe von Zigaretten sind Teer und Nikotin. Dieses macht süchtig und Raucher schädigen damit erheblich ihrer Gesundheit. Nikotin bindet dabei die Teerpartikel im Rauch, welche so beim Einatmen in die Lunge gelangen. Über die Schleimhäute der Atemwege wird das Nikotin ins Blut weitergeleitet und erreicht darüber in wenigen Sekunden das Gehirn. Dort werden bestimmte Nervenzellen durch das Nikotin beeinflusst. Die in Folge freigesetzten Botenstoffe wirken anregend, aufmerksamkeitssteigernd und können Wohlbefinden auslösen. Daneben steigt der Blutdruck und das Herz schlägt schneller. 

Ebenfalls betroffen sind sogenannte Passivraucher. Sie sind ebenfalls durch das Einatmen von tabakrauchhaltiger Luft gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Besonders die Lunge wird beim Rauchen beschädigt, was einen Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs darstellt. Ebenfalls besteht ein hohes Risiko an Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischer Bronchitis oder einer Herzschwäche zu erkranken. Weitere mögliche Erkrankungen können chronische Reizzustände der Bronchien sein, es können aber auch Allergien begünstigt werden und es kann zur Schwächung des körpereignen Immunsystems mit erhöhter Infektneigung und erhöhtem Krebsrisiko kommen. Obwohl der zahlreichen Risiken, die das Rauchen mit sich bringt, fällt es vielen Betroffenen schwer aufzuhören. Viele haben Angst vor auftretenden Entzugserscheinungen, wie vermehrter Appetit, Schlafstörungen oder Unruhe. Aus diesem Grund erfordert eine Raucherentwöhnung meist professionelle Hilfe.