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Rheumatoide Arthritis, im Volksmund kurz Rheuma genannt, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gelenke. Sie ist die häufigste Rheuma-Form, wobei Frauen etwa doppelt so häufig von Rheuma betroffen sind wie Männer. Der Krankheitsbeginn ist oft schleichend oder tritt plötzlich auf, meist in Schüben. Zu den typischen Symptomen gehören nächtliche und morgendliche Schmerzen in den Fingergelenken, sowie eine Morgensteifigkeit dieser Gelenke, die länger als eine Stunde anhält. Die betroffenen Gelenke schwellen an und sind überwärmt. Eine Rötung der betroffenen Gelenke kann hinzukommen.

Die genaue Ursache der rheumatoiden Arthritis ist noch nicht vollständig geklärt. Mutmaßlich spielen genetische Faktoren eine Rolle, da das Risiko zu erkranken höher ist, wenn Rheumatiker in der Familie vorkommen. Als Auslöser agieren vermutlich zusätzlich Infektionen und Allergien. Bei Rheumatoider Arthritis handelt es sich um einen Angriff des Immunsystems gegen den eigenen Körper. Dabei bildet das Immunsystem fälschlicherweise Antikörper gegen gesundes, körpereigenes Gewebe. Die Gelenkinnenhaut wird von den Antikörpern angegriffen, die sich daraufhin entzündet und im Laufe der Zeit immer mehr zerfällt. Während dieses Zerfallsprozess werden die Gelenke zusätzlich angegriffen, da erneut Antikörper aktiviert werden. Grund dafür sind fehlgeleitete Immunzellen, die in das Gelenk einwandern und dort Zytokine, also Botenstoffe, produzieren. Je weiter der Verlauf voranschreitet, werden neben der Gelenkinnenhaut auch Gelenkknorpel und Schlussends auch der Knochen angegriffen.