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Neurodermitis ist eine Hautkrankheit, die nicht ansteckend aber chronisch ist. Weitere Bezeichnungen unter denen Neurodermitis bekannt ist sind beispielsweise atopische Dermatitis oder endogenes Ekzem. Die Erkrankung gehört zu einer der häufigsten Hautkrankheiten und weist Hautsymptome auf, wie schuppende, rote oder sogar nässende Ekzeme. Aktuell gilt Neurodermitis als nicht heilbar, jedoch gibt es diverse Methoden um das atopische Ekzem zu behandeln.

Die Erkrankung verläuft zumeist schubweise und hat abhängig vom Alter des Betroffenen ein individuelles Erscheinungsbild. Auslöser für solche Schübe oder Verstärker können zahlreiche Stoffe aus der Umwelt sein, aber auch psychische Faktoren. Die genauen Ursachen für Neurodermitis sind bisher nicht bekannt. Was bekannt ist, ist das ein atopisches Ekzem in seiner Entstehung durch erbliche Faktoren oder auch Umwelteinflüsse begünstigt werden kann. Die entstehenden Hautentzündungen haben ihre Ursache in einer überschießenden Abwehrreaktion des Körpers auf zunächst harmlose Stoffe, wie hausstaub, Blütenpollen oder Nahrungsmittel. Diese Stoffe nennt man Allergene und gegen diese richten sich bestimmte weiße Blutkörperchen, die Lymphozyten, die eigentlich für die Bekämpfung schädlicher körperfremder Substanzen verantwortlich sind. Infolgedessen bildet der Körper große Mengen Abwehrstoffe gegen diese an sich ungefährlichen Allergene.

Zu den Symptomen, die typisch für Neurodermitis sind, zählen starker Juckreiz sowie schuppige und trockene Haut. Dabei ist die Stärke der Beschwerden nicht ausschlaggebend für den Grad der Beeinträchtigung durch Neurodermitis. In Einzelfällen kann auch eine leicht ausgeprägte Neurodermitis beeinträchtigend und seelisch stark belastend sein. Depressionen, eine geminderte schulische oder berufliche Leistung oder Schwierigkeiten im sozialen Umfeld können mögliche Folgen von Neurodermitis sein. Allgemein sind diese Faktoren oft Ursachen für einen Neurodermitis-Schub:

  • Klimatische Bedingungen, z.B. extreme Schwüle oder Kälte
  • bestimmte Nahrungsmittel, wie z.B. Milch, Weizen oder Nüsse
  • verschiedene Allergene, wie z.B. Hausstaubmilben oder Pollen
  • Infektionen
  • mechanische Reizung der Haut, z.B. durch den Kontakt mit Wolle oder durch Schwitzen