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Das multiple Myelom ist eine spezielle Form von Blutkrebs, bei der das Knochenmark betroffen ist. Dabei vermehren sich bösartig entartete Plasmazellen unkontrolliert im Knochenmark und produzieren große Mengen von krankhaftem Eiweiß. Dies führt zur Verdrängung der gesunden Zellen und kann langfristig zur Zerstörung der Knochen führen. Ist nur ein einzelner Tumor aus Plasmazellen vorhanden, spricht man von einem Plasmozytom. Das Multiple Myelom ist selten, gehört aber zu den häufigsten Tumoren von Knochen und Knochenmark. Die Erkrankungshäufigkeit liegt bei ca. 7 von 100.000 Menschen in Deutschland pro Jahr, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Die Krankheit tritt meist erst nach dem 65. Lebensjahr auf.