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Systemischer Lupus erythematodes, kurz SLE, ist eine seltene chronisch-entzündliche Bindegewebserkrankung, die sich auf den gesamten Körper auswirken und Jahre lang anhalten kann. Die Autoimmunerkrankung ist gekennzeichnet durch Abwehrreaktionen des Immunsystems gegen Elemente der eigenen Körperzellen. Das Immunsystem erkennt körpereigenes Gewebe fälschlicherweise als fremd an und bekämpft es, indem es Antikörper dagegen bildet. Infolge dessen kommt es bei Lupus zu Entzündungen in verschiedenen Organen, wobei vorrangig Blutgefäße der Nieren, Haut und Gelenke betroffen sind.

Charakteristisch für die Erkrankung ist eine schmetterlingsförmige Rötung des Gesichts, die bei Sonnenbestrahlung stärker ausgeprägt ist. Daneben kommt es beim systematischen Lupus erythematodes zu Gelenkschmerzen, Durchblutungsstörungen der Finger, Organbeteiligungen und allgemeinen Krankheitssymptomen. Anfangs können jedoch noch Müdigkeit, Schwäche oder Fieber zu den einzigen vorlegenden Symptomen gehören. Eine Diagnose von Lupus gelingt Anhand der bereits vorhandenen Beschwerden und durch die Bestimmung der typischen Antikörper im Blut. Desweiteren kann eine gewebliche Untersuchung einer Haut- oder Nierenprobe dabei helfen, festzustellen, inwiefern Lupus vorliegt.