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Haarausfall bei Männern zählt zu den weit verbreiteten Krankheiten, bis zu 80% der mitteleuropäischen Männer sind davon betroffen. Dabei unterscheidet man beim Haarausfall vier Formen:

  • Hormonell bedingter Haarausfall:

Dies ist mit ca. 90% die häufigste Form des Haarausfalls. Gekennzeichnet ist er durch die Bildung der sogenannten „Geheimratsecken“. Später kann sich eine zunehmende kahle Stelle am Hinterkopf bilden bis hin zur vollständigen Glatze. Ursache für diese Form des Haarausfalls ist eine vererbte Überempfindlichkeit gegen Dihydrotestosteron, ein Abbauprodukt von Testosteron.

  • Diffuser Haarausfall:

Bei dieser Form fallen die Haare relativ gleichmäßig verteilt über die gesamte Kopfhaut aus. Ursache hierfür sind oft eine Mangelernährung, strenge Diäten, medikamentöse Nebenwirkungen oder als Begleiterscheinung bei allgemeinen Erkrankungen. Behandeln sollte man diese Form des Haarausfalls, wenn über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare am Tag ausfallen.

  • Kreisrunder Haarausfall:

Diese Form tritt nur selten auf. Hierbei entstehen meist scharf abgegrenzte runde, kahle Stellen. Autoimmunerkrankungen und Erbfaktoren sind wahrscheinlich mit verantwortlich für diese Art des Haarausfalls, die genaue Ursache ist jedoch unklar.

  • Vernarbender Haarausfall:

Diese Form tritt nur sehr selten auf. Hierbei bilden sich an den Stellen, wo die Haare ausgefallen sind, Narben, Pusteln, Schuppen oder haarlose Flecken. An den kahlen Stellen können keine Haare mehr nachwachsen. Ursache für diese Form des Haarausfalls sind Pilzerkrankungen, bakterielle Erkrankungen, seltene chronisch entzündliche dermatologische Erkrankungen, Verbrennungen, Verätzungen und sonstige Verletzungen.