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Das Respiratory Syncytial Virus, kurz RSV, gehört zur Familie der Paramyxoviren. Das Virus führt zu Atemwegserkrankungen und befällt hauptsächlich Säuglinge und Kleinkinder. Gefährdet sind außerdem Patienten unter Immunsuppression, z.B. nach einer Knochenmarkstransplantation. Das Virus ist global verbreitet und hoch ansteckend. Ein lebenslanger Schutz vor einer erneuten Erkrankung ist dennoch nicht gegeben, spätere Infektionen zeigen jedoch einen deutlich milderen Verlauf.

Die Symptome einer RS-Virus-Infektion können von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ausfallen. Erwachsene, die ansonsten gesund sind, haben häufig keine Beschwerden. Mögliche schwere Komplikationen - vor allem bei Säuglingen – sind Lungenentzündung, Zeichen der Atemnot, hohes Fieber, Nasenflügeln, Zyanose, verlängertes Ausatmen und Husten. Der Krankheitsverlauf kann dann einen Krankenhausaufenthalt und manchmal sogar eine maschinelle Beatmung notwendig machen. In Einzelfällen - besonders unter Frühgeborenen und Kindern mit Immundefekten, ist ein tödlicher Verlauf möglich. Da das Virus überall vorkommt, ist eine Infektionsvermeidung kaum möglich.