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Schlafstörungen (Insomnie)
Viele Menschen schlafen gelegentlich schlecht – wird dies zur Regel, kann eine Schlafstörung vorliegen. Von einer Schlafstörung spricht man, wenn jemand in mehr als drei Nächten pro Woche über einen Zeitraum von mindestens einem Monat nicht erholsam schläft und dadurch im Alltag beeinträchtigt ist. Bei einer chronischen Schlafstörung halten die Symptome mindestens 3 Monate an. Typische Symptome sind Schwierigkeiten beim Einschlafen, häufiges nächtliches Aufwachen, langes Wachliegen oder sehr frühes Erwachen. Die Folge sind oft Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme und eine eingeschränkte Lebensqualität.
Die Schlafdauer variiert individuell: Erwachsene schlafen im Durchschnitt etwa sieben Stunden, ältere Menschen oft weniger. Entscheidend ist die Qualität des Schlafs. Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig – häufige Auslöser sind Stress, Sorgen, körperliche Beschwerden, Lärm, Schichtarbeit sowie der Konsum von Koffein, Alkohol oder bestimmten Medikamenten. Auch Erkrankungen wie ein Schlafapnoe-Syndrom oder ein Restless-Legs-Syndrom können den Schlaf stören.
Besonders häufig betroffen sind Frauen und ältere Menschen. Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet unter Ein- oder Durchschlafproblemen. Zur Diagnose können ein Schlaftagebuch und ein ärztliches Gespräch hilfreich sein, bei schweren Fällen auch eine Untersuchung im Schlaflabor.
Zur Behandlung eignen sich Maßnahmen wie eine bessere Schlafhygiene, Entspannungstechniken, pflanzliche Mittel oder körperliche Aktivität. Die kognitive Verhaltenstherapie gilt als besonders wirksam. Medikamente wie Benzodiazepine sollten nur kurzfristig eingesetzt werden, da sie Nebenwirkungen haben und abhängig machen können.
Die passendsten Behandlungsmöglichkeiten werden regelmäßig auch in klinischen Studien untersucht.
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Schlaf-Wach-Rhythmusstörung
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Hamburg