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RSV-Infektion
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein Virus, das die Atemwege befällt. Fast alle Kinder infizieren sich bis zum zweiten Lebensjahr erstmals damit. RSV tritt vor allem im Winter auf und kann Menschen jeden Alters betreffen. Es wird per Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen sowie durch Schmierinfektion über gemeinsam benutzte Gegenstände oder ungewaschene Hände übertragen.
Eine RSV-Infektion verläuft meist wie eine Erkältung, mit Husten, Schnupfen und Fieber. Bei schwerem Verlauf kann sich die Infektion jedoch auf die unteren Atemwege ausbreiten. Dann drohen Atemnot, Bronchiolitis oder Lungenentzündung. Frühgeborene, Säuglinge, Kinder mit Lungen- oder Herzfehlern, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet.
Zwischen der Ansteckung und den ersten Symptomen vergehen zwei bis acht Tage. Erkrankte sind oft schon vor den ersten Beschwerden ansteckend – in der Regel bis zu acht Tage lang, manchmal auch deutlich länger. Zur Vorbeugung ist Hygiene entscheidend: regelmäßiges Händewaschen, Husten in die Armbeuge und das Meiden von engen Kontakten zu Erkrankten. Mittlerweile steht auch eine Impfung zur Verfügung, die für ältere und pflegebedürftige Menschen empfohlen wird. Für Säuglinge wird eine passive Immunisierung mit Antikörpern vor/während ihrer 1. RSV-Saison empfohlen, um schwere Verläufe zu verhindern.
Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht, die Therapie beschränkt sich auf die Linderung der Symptome. Bei schweren Verläufen kann eine Behandlung im Krankenhaus nötig sein.
Klinische Studien liefern zudem immer wieder neue Erkenntnisse über ergänzende Behandlungsmöglichkeiten.