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Rheumatoide Arthritis
Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem irrtümlich die Gelenkinnenhaut angreift. Dadurch kommt es zu anhaltenden Entzündungen, vor allem an den Finger-, Hand- und Fußgelenken. Typische Symptome sind geschwollene, warme und schmerzende Gelenke sowie Morgensteifigkeit, die über eine Stunde anhalten kann. Die Beschwerden betreffen häufig symmetrisch beide Körperseiten. Auch Erschöpfung und sogenannte Rheumaknoten können auftreten. Langfristig führt die Erkrankung zu Gelenkverformungen, Steifheit und abnehmender Muskelkraft.
Etwa ein Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind betroffen, Frauen deutlich häufiger als Männer. Die Krankheit beginnt meist ab dem 50. Lebensjahr, kann aber auch früher auftreten. Die genauen Ursachen sind unklar, genetische Veranlagung, Infektionen und Rauchen gelten aber als Risikofaktoren. Die Diagnose kann mithilfe körperlicher Untersuchungen, Bluttests und bildgebender Verfahren gestellt werden. Besonders im Frühstadium ist das allerdings nicht immer einfach.
Rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Medikamente wie Basistherapeutika und Biologika hemmen die Entzündung und verlangsamen den Krankheitsverlauf. Zusätzlich helfen Physiotherapie und regelmäßige Bewegung, die Gelenkfunktion zu erhalten. In schweren Fällen sind operative Eingriffe nötig. Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen Betroffene dabei, ihren Alltag besser zu bewältigen und ihre Selbstständigkeit zu erhalten.
Klinische Studien erschließen kontinuierlich weitere therapeutische Möglichkeiten.