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Reizdarmsyndrom
Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine chronische Funktionsstörung des Darms. Es betrifft etwa 10-20 % der Bevölkerung, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Meist tritt es erstmals zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Obwohl das Reizdarmsyndrom nicht gefährlich ist, kann es für Betroffene sehr belastend sein.
Typische Beschwerden sind Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall oder ein Wechsel beider Zustände. Schleim im Stuhl kann ebenfalls auftreten. Die Symptome verlaufen oft schubweise – mit Phasen starker und schwächerer Beschwerden.
Die genauen Ursachen sind unklar. Mögliche Auslöser sind überempfindliche Darmnerven, gestörte Darmbewegungen, Veränderungen der Darmflora, Entzündungen, frühere Darminfektionen, psychischer Stress sowie eine genetische Veranlagung.
Ein Reizdarmsyndrom wird diagnostiziert, wenn die Beschwerden länger als drei Monate bestehen, der Stuhlgang verändert ist und andere Erkrankungen ausgeschlossen wurden. Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Fieber oder Gewichtsverlust müssen ärztlich abgeklärt werden.
Die Erkrankung ist zwar nicht heilbar, aber die Beschwerden lassen sich lindern – etwa durch eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und Stressabbau. Viele Betroffene führen ein Ernährungstagebuch oder meiden bestimmte Lebensmittel. Je nach Ausprägung kommen auch Pfefferminzöl, Probiotika, krampflösende Mittel oder psychotherapeutische Verfahren wie Verhaltenstherapie zum Einsatz.
Regelmäßig liefern klinische Studien neue Erkenntnisse über ergänzende Behandlungsmöglichkeiten.
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