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Nierenfunktionsstörung- IgA Nephropathie
Die IgA-Nephropathie (IgAN), auch Morbus Berger genannt, ist eine chronische Nierenerkrankung. Dabei lagern sich fehlerhaft gebildete Immunglobuline vom Typ A1 (IgA1) in den Nieren ab. Diese Ablagerungen entstehen durch eine Immunreaktion: Das körpereigene Abwehrsystem erkennt das veränderte IgA1 als fremd und bildet Antikörper. Immunkomplexe können dann die Nieren schädigen. Vorrangig betroffen sind Männer europäischer oder asiatischer Abstammung.
Die Erkrankung verläuft meist unbemerkt und wird dann zufällig durch Blut oder Eiweiß im Urin entdeckt. Bei schweren Verläufen treten typischerweise Hämaturie (Blut im Urin), Proteinurie (Eiweiß im Urin), Bluthochdruck, Schwellungen (Ödeme) sowie allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit und nächtlicher Harndrang auf. Eine sichere Diagnose erfolgt durch eine Nierenbiopsie.
Die Prognose ist individuell: Während manche Patienten ein Leben lang stabil bleiben, entwickeln andere ein Nierenversagen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind daher unerlässlich. Kinder und Erwachsene mit IgAN können meist ein normales Leben führen, solange die Erkrankung gut überwacht und behandelt wird.
Die Behandlung richtet sich nach dem Fortschrittsrisiko der Erkrankung. Basismaßnahmen wie salzarme Ernährung, Bewegung, Rauchverzicht und eine gute Blutdruckeinstellung sind essenziell. Medikamente wie ACE-Hemmer oder SGLT2-Hemmer schützen die Nieren. In schweren Fällen – vor allem bei Kindern – kann eine Steroidtherapie eingesetzt werden.
Neue Medikamente, die in klinischen Studien untersucht werden, bieten zusätzliche Therapieoptionen.