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Heuschnupfen
Heuschnupfen, auch allergischer Schnupfen genannt, ist eine häufige allergische Reaktion auf Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern. Er tritt meist im Frühling und Sommer auf, wenn viele Pflanzen blühen. Ausgelöst wird er durch eine Überreaktion des Immunsystems: Der Körper sieht eigentlich harmlose Pollen als gefährlich an und setzt Botenstoffe wie Histamin frei, die typische Beschwerden verursachen.
Zu den Symptomen gehören häufiges Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen sowie Müdigkeit. Manche Betroffene leiden auch unter Husten, Kurzatmigkeit oder einer pfeifenden Atmung, was bereits auf ein allergisches Asthma bronchiale hindeutet. In Industrieländern wie Deutschland hat etwa jede vierte bis fünfte Person Heuschnupfen, oft schon seit dem Kindesalter. Vererbung, Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und der Klimawandel können das Risiko erhöhen.
Die Diagnose erfolgt meist über einen Allergietest (Prick-Test) oder seltener über eine Blutuntersuchung. Zur Behandlung stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung: Antihistaminika, kortisonhaltige Nasensprays, Mastzellstabilisatoren und abschwellende Mittel. Auch Nasenduschen mit Kochsalzlösung können hilfreich sein. Eine langfristige Therapie bietet die Hyposensibilisierung, bei welcher der Körper langsam an das Allergen gewöhnt wird.
Völlig vermeiden lässt sich der Kontakt zu Pollen kaum. Es kann aber helfen, vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, die Fenster geschlossen zu halten und stark betroffene Regionen während der Pollenflugsaison zu meiden. Unbehandelt kann sich Heuschnupfen zu allergischem Asthma entwickeln oder mit Kreuzallergien auf bestimmte Nahrungsmittel einhergehen. Eine rechtzeitige ärztliche Behandlung ist deshalb wichtig.
Weitere Therapieoptionen für Heuschnupfen stehen außerdem im Fokus laufender klinischer Studien.