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Gicht

Gicht ist eine häufige Stoffwechselerkrankung, bei der sich Gelenke entzünden. Ursache ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut.

Lagert sich die überschüssige Harnsäure in Form von Kristallen in den Gelenken ab, kann ein akuter Gichtanfall entstehen. Typisch sind plötzlich einsetzende, starke Schmerzen, Rötung, Schwellung und Überwärmung des betroffenen Gelenks – häufig am großen Zeh. Schon leichter Druck kann sehr schmerzhaft sein. Ein Gichtanfall klingt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab, kann aber erneut auftreten.

Zu den Risikofaktoren zählen eine purinreiche Ernährung (zum Beispiel viel Fleisch und Fisch), Alkohol, zuckerhaltige Getränke, Übergewicht und bestimmte Medikamente. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen, meist ab dem 40. Lebensjahr.

Die Diagnose wird oft anhand der klinischen Symptome und mit Hilfe bestimmter Blutwerte gestellt. Im Zweifelsfall kann eine Gelenkpunktion mit Nachweis von Harnsäurekristallen liefert Gewissheit bringen.

Unbehandelt kann Gicht chronisch werden, Gelenke dauerhaft schädigen. Auch Nierensteine und schwere Nierenschäden sind eine mögliche Folge.

Mit einer frühzeitigen Diagnose und einem angepassten Lebensstil lässt sich Gicht jedoch gut kontrollieren. Die Therapie im akuten Anfall konzentriert sich auf die Schmerzlinderung und die Hemmung der Entzündung durch Medikamente wie z.B. Ibuprofen oder spezielle entzündungshemmende Mittel wie Kortison. Die langfristige Behandlung zielt darauf ab, den Harnsäurespiegel dauerhaft zu senken.

Regelmäßige klinische Studien widmen sich zudem der Entwicklung neuer Therapien.


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