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Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie)

Als Fettstoffwechselstörung oder Dyslipidämie bezeichnet man eine Fehlregulation der Blutfettwerte. Dabei handelt es sich entweder um zu hohe Werte an schädlichem Cholesterin und Triglyzeriden oder um ein zu geringes Aufkommen an schützendem Cholesterin.

Diese Störung des Fettstoffwechsels führt dazu, dass sich Fette in den Gefäßwänden ablagern können. Die typischen Symptome fehlen bei der Dyslipidämie meist völlig, weshalb sie oft über Jahre unbemerkt bleibt. In seltenen Fällen können sich gelbliche Fettablagerungen an den Augenlidern oder Sehnen zeigen. Das größte Risiko der Erkrankung liegt in der vorzeitigen Verkalkung der Schlagadern. Dies kann zu schwerwiegenden Durchblutungsstörungen führen, die schließlich einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen können.

Die Verbreitung in der Bevölkerung ist sehr hoch; nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Daten des Robert Koch-Instituts weisen mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland behandlungsbedürftige Abweichungen der Blutfettwerte auf. Zur Diagnostik wird eine Blutprobe im Labor untersucht, wobei das Gesamtcholesterin, das LDL-Cholesterin, das HDL-Cholesterin und die Triglyzeride gemessen werden.

Die Therapie basiert grundlegend auf einer Anpassung des Lebensstils: Eine Ernährung mit vielen Ballaststoffen und gesunden Fettsäuren sowie regelmäßiger Sport stehen im Vordergrund. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die Zielwerte zu erreichen, werden Medikamente wie Statine eingesetzt, um die Fettwerte zu senken und die Gefäße vor weiteren Ablagerungen zu schützen.

Im Rahmen klinischer Studien rücken außerdem andere mögliche Behandlungsoptionen in den Fokus.


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