- Krankheitsbilder
- Asthma
Asthma
Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege, bei der die Bronchien überempfindlich auf verschiedene Reize reagieren. Diese Entzündung führt dazu, dass sich die Muskulatur der Atemwege verkrampft, die Schleimhaut anschwillt und zäher Schleim gebildet wird, was die Atmung erschwert.
Die typischen Symptome treten oft anfallsartig auf und äußern sich durch Atemnot, ein Engegefühl in der Brust sowie pfeifende oder brummende Atemgeräusche, insbesondere beim Ausatmen. Auch anhaltender trockener Husten, oft in der Nacht oder bei körperlicher Anstrengung, ist ein häufiges Anzeichen.
Das größte Risiko der Erkrankung liegt in schweren Atemnotanfällen, die lebensbedrohlich sein können, sowie in einer dauerhaften Schädigung der Lunge, wenn die Entzündung nicht ausreichend behandelt wird.
In Deutschland sind laut dem Robert Koch-Institut etwa 8 Prozent der Erwachsenen und etwa 10 Prozent der Kinder von Asthma betroffen, was es zu einer der häufigsten chronischen Erkrankungen macht.
Zur Diagnostik führt der Arzt meist eine Lungenfunktionsprüfung durch, bei der die Stärke des Luftstroms gemessen wird, sowie Tests auf Allergien oder körperliche Belastbarkeit.
Die Therapie verfolgt das Ziel, Beschwerdefreiheit zu erreichen und die Lungenfunktion zu erhalten. Hierbei werden meist Inhalationssprays eingesetzt: Sogenannte „Controller“ wirken langfristig entzündungshemmend, während „Reliever“ als Notfallmedikamente die verkrampfte Atemmuskulatur bei einem akuten Anfall schnell lockern. Zudem ist das Meiden von Auslösern wie Tabakrauch, Staub oder bekannten Allergenen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Damit allen Betroffenen die bestmögliche Therapie angeboten werden kann, finden laufend klinische Studien statt.